Casanova in der Schweiz - Premiere 30.10.2020

Lüpolds Partie wird von Josy Santos, die im Stück noch als Glutz zu bewundern ist, souverän ab Vorlage gesungen. Santos timbrierter Mezzosopran ist ein Versprechen.

O-Ton Kulturmagazin

 

Corona machte an diesem Abend auch nicht Halt vor der Bühne: Bereitsdie Proben gestalteten sich aufgrund von Quarantäne-Verpflichtungen einzelner Ensemblemitglieder schwierig. Die Premiere musste auf eine der Hauptfiguren verzichten. Josy Santos sprang ein und sang Teile der Partie der MadameLatente von der Bühnenrampe aus, wenn sie nicht gerade als Glutz gefragt war.

Bieler Tagblatt

 

Dass diese Premiere zustande kam, selbst das verstand sich keineswegs von selbst. Keine einzige Probe habe bei voller Besetzung stattfinden können, berichtete Dieter Kaegi, bevor sich der Vorhang hob. Der Premierenabend wäre der erste Durchlauf gewesen, an dem alle Beteiligten hätten teilnehmen können. Hätten, wenn nicht am Morgen des Premierentags eine Sängerin hätte mitteilen müssen, dass ihr Covid-19-Test positiv ausgefallen sei und sie nicht zur Vorstellung kommen dürfe. Noch am Nachmittag studierte eine der beteiligten Kolleginnen Teile der fehlenden Partie ein und trug sie Abend mit dem Klavierauszug auf dem Notenpult vor – herzliche Gratulation der Mezzosopranistin Josy Santos. Das Fehlende musste der Dirigent hinter seiner Maske markierend beitragen, während am Seitenrand der Bühne wenigstens das Kostüm der abwesenden Darstellerin zu sehen war. Theater kann rasch zum Ritt über den Bodensee werden, das macht diese Kunstform so besonders.

peterhagmann.com

 

Auch wenn Josy Santos innert Stunden die Ensembles und Latente-Arien lernte und vom Blatt sang. Dies neben ihrem Part als Madame Glutz – eine tolle Leistung.

Solothurner Zeitung

 

PREMIERE L'Italiana in Algeri 18.09.2020

«Ich kann ihr nicht mehr widerstehen» singt Mustafa zu Beginn des zweiten Akts. Aber wer könnte einer Isabella wie Josy Santos schon widerstehen?

Auf Seiten der Sänger ist die brasilianische Mezzosopranistin die Überraschung des Abends. Ihr Mezzo hat von dosiert rauchiger Tiefen bis zu strahlenden Höhen alles zu bieten, besitzt einen grossen Farbenreichtum und ist technisch bestens ausgebildet. Und Santos weiss mit ihrer Stimme umzugehen. Die Koloraturen gelingen perfekt, die Verzierungen höchst geschmackvoll. Mit ihrer einnehmenden Erscheinung und der enormen Spielfreude, die auf der Bühne herrscht, gelingt ihr so eine eindrucksvolle Interpretation der Isabella.

Onlinemerker

 

Die Entdeckung des Premierenabends heisst Josy Santos. Die Brasilianerin brilliert als Isabella mit glutvollem Mezzo-Temperament: Sie koloriert, tändelt, liest den Männern die Leviten, lässt aberwitzige Koloraturen («Cruda sorte») und Verzierungen aufsteigen. Schlicht grossartig.

Solothurner Zeitung

 

Josy Santos als Isabella brauchte in der Vorstellung vom vergangenen Sonntag etwas Anlaufzeit, bis sie ihren herrlich vollklingenden Mezzosopran souverän einzusetzen wusste und ihre Koloraturen fliessend perlten.

Bieler Tagblatt

QUEEN SONYA SINGING COMPETITION 2019

"Josy Santos’s gracious and poetically nuanced phrasing in “Thy Hand, Belinda” from Purcell’s “Dido and Aeneas” reveals a beguiling artist who will sustain an absolute career." Operawire

Krönung der Poppea - Staatsoper Hannover

"Josy Santos‘ glutvoll leuchtenden Mezzosopranen genau richtig besetzt. Beide waren, bei allem nicht zu unterdrückendem Hang zur großen opernhaften Geste, ebenfalls wunderbar fließend und flexibel auf Monteverdis speziellen Stil eingestimmt." Online Merker

"Die zentrale Arie der Ottavia, deren stotternder Anfang „A-A-Addio Roma“ zu den Höhepunkten der Poppea-Musik zählt, war erschütternd aufgehoben bei Josy Santos." Neue Musikzeitung

"Die stärksten Szenen entstehen, wenn die Regie sich zurückhält und Text, Musik und Sängern den Vorrang lässt, wie zum Beispiel bei Ottavias Abschiedsarie ... Josy Santos als sich als Opfer fühlende Ottavia" Online Musik Magazin

Beatrix Cenci - Opera du Rhin

"En jeune Bernardo Cenci, est la seconde mezzo-soprano, aux inflexions plus douces."  Resmusica

"dans la même tessiture de mezzo-soprano, la voix la plus séduisante de la distribution est peut-être celle de Josy Santos dans le rôle travesti de Bernardo Cenci"  Forumopera

"Chanté par la mezzo-soprano Josy Santos, Bernardo affirme avec une sorte d'ingénuité enfantine la vacuité de l'existence après le viol incestueux de Beatrix. Moyen pour lui de repousser l'image affreuse des choses. Josy Santos ne s'y trompe pas. Faisant ressortir l'ambiguïté d'un personnage blessé mais encore peu mature, elle parcourt en tout sens, avec grâce et apparente facilité, la difficile échelle musicale comprise entre ses beaux aigus et ses graves profonds."  Bachtrack

"Le rôle de Bernardo, frère de Beatrix et complice du meurtre, revient à la mezzo-soprano brésilienne Josy Santos, convaincante dans son personnage masculin. Bien en place, elle construit elle aussi son personnage par des graves implantés qui sonnent comme la voix naturelle et masculine d’un Bernardo adolescent."  Olyrix

"La touchante Josy Santos dans le role travesti du jeune Bernardo Cenci." Le Monde

"Ausdrucksstark und stimmschön füllt die Brasilianerin Josy Santos die Hosenrolle des Beatrix-Bruders Bernardo aus." FAZ